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Sweet Soul Music: Stile, Lieder, Texte, Musiker, Bands, Musiklabels

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Motivationen gesucht

Obwohl ich in einem recht kleinen Ort in einer ländlichen Gegend aufgewachsen bin, kam ich in meiner frühen Pubertät in Berührung mit amerikanischer Kultur und Musik. Wie in anderen Regionen Deutschlands und vielen Ländern dieser Erde hing dies mit dem politischen und kulturellen Sendungsbewusstsein der Amerikaner zusammen. Die Hälfte der Mietwohnungen in meinem Heimatort wurden an amerikanische Streitkräfte vergeben, in unmittelbarer Nähe zum Nachbarort befand sich eine Airbase. Zwei Berührungspunkte mit schwarzer Musik prägten meinen Musikgeschmack: Eine Einladung in den NCO-Club auf dem Flugplatz und die Discotheque "Scotch Club" im Ortskern.

Die Einladung in den NCO-Club hatte ich meinem Job als Babysitter bei einem gemischten Ehepaar zu verdanken, das in unserem Haus zur Miete wohnte. Der schwarze Dad spielte in einer Musikband und lud mich zu einem Auftritt im NCO-Club ein. Der Scotch Club hatte einen schlechten Ruf aufgrund von Schlägereien und wurde dann auch nach einer Messerstecherei geschlossen. Aber bis dahin tanzte ich dort zu Soul, Funk und Discomusik.

Nicht unerheblich war auch sicher der Musikgeschmack meines Bruders, der mich mit dem Funk von War und Eric Burdon, der eigenwilligen Mischung aus Jazz, Funk und Rock von Steely Dan, dem Jazzrock von Blood, Sweat & Tears, und dem P-Funk von Bootsy Collins fütterte. Während die Fernsehsendungen "Musikladen" und "Disco" sich abends Konkurrenz machten, hörte ich nach der Schule im Radio die Charts rauf und runter, ließ die Tonbänder mit War, Queen und Yes heiß laufen und lernte Englisch mit den Texten von Supertramp. Und wenn ich mich spätabends davonschleichen konnte, tanzte ich mit schwarzen GIs zu Soulmusik und Discohits. Insgesamt ein heftiges, lehrreiches und prägendes Kontrastprogramm für einen Teenie auf dem Land in good old Germany!

Ich habe später Amerikanistik studiert, mich auf African American history and literature spezialisiert, einen schwarzen Amerikaner geheiratet, eine Mischlingstochter geboren, meine Abschlussarbeit über Marcus Garvey geschrieben, mich im Funkadelic, auf Reggaekonzerten und Afrika-Festivals rumgetrieben, bei laut.fm ein Acid Jazz Radio gestartet und und und ...

Auf der Webseite des Radios www.acid-jazz-radio.de stelle ich Einzelkünstler, Bands und DJs vor. Bei der Zusammenstellung der Musik und der Künstlerportraits bin ich immer wieder auf Musik und Interpreten gestoßen, die den Rahmen des Acid Jazz Radios gesprengt hätten. Meist waren die Stücke, die ich im Radio aufnahm, nicht unbedingt repärsentativ für die Stilrichtung des Künstlers oder der Künstlerin. Ich merkte jedenfalls, dass das, was mir gefiel und was ich meinen Acid Jazz Radiohörern liebendgerne serviert hätte, sehr Soul-lastig war. Also musste eine neue Musikwebseite her: . Und vielleicht starte ich ja auch noch ein Webradio ...

Was mich fesselt ist, dass Musik Gefühle ausdrücken und vermitteln kann über Grenzen und Sprachbarrieren hinweg. Dabei schaffen es gute Musiker, ihre ganz spezifische Situation in einen Song zu packen und sie so zu transzendieren. Außerdem finde ich es spannend, wie neue Musikrichtungen entstehen, wie sich Altes mit Neuem verbindet. Und ich frage mich, ob ein gewisses Umfeld musikalische Kreativität begünstigt.

Viele Menschen weinen im Kino bei traurigen Filmen oder lachen sich die Seele aus dem Leib, wenn sie eine Comedy-Sendung sehen. Mir geht sprichwörtlich das Herz auf, wenn ich Musik höre und erst recht, wenn ich dazu tanze. Und meine Seele steht am meisten auf den Soul. Allerdings ist auch die Soulmusik ein sehr weites Feld und ich werde mich bei dieser Webseite auf einige Stile oder Musikstücke, Künstler oder Alben, die mich berühren und mir gefallen, konzentrieren. Dazu gehören Southern und Northern Soul, Psychedelic Soul & Funk, Philly Soul sowie Neo Soul und Deutschen Soul. Zum Motown wurde schon genug geschrieben und in puncto Soul Jazz verweise ich auf mein Acid Jazz Radio.